
























Compiled by
Fritz Geller-Grimm
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Mit Bildern Wissen schaffen Kleine Geschichte der Naturillustration Sonderausstellung mit der Landesbibliothek Wiesbaden
02. März 2008 bis 22. Juni 2008
Zusammen mit der Landesbibliothek werden Buchillustrationen der letzten Jahrhunderte vorgestellt. Nicht nur das Wissen förderten sie, auch ist ihre künstlerische Qualität beeindruckend. Aus der zweidimensionalen Buchwelt heraus zeigt die Ausstellung aber auch die dargestellten Objekte.
Personalstand
Im Dezember 2007 hat unser langjähriger Präparator Minoru Aikawa das Haus verlassen. Wir bedanken uns herzlich für seine Arbeit und sein Engagement. Nicht nur seine besonderen Origami-Künste haben uns fasziniert. Seit Februar 2008 arbeitet nun Herr Malte Seehausen als Biologischer Präparator im Landesmuseum. Nach einer Ausbildung an der Berufsfachschule Bochum hat er u.a. bei Andre Westerkamp gearbeitet und Praktika in Basel, Münster, Mannheim und Darmstadt absolviert. Auch sein ornithologisches Interesse wird die Abteilung zu schätz wissen.
Abschluß der Restaurierung der Gerning'schen Sammlung
Nach fünf Jahren des ehrenamlichen Einsatzes im Museum Wiesbaden konnte Frau Karin Müller im Mai 2007 den letzen Kasten der Gerning'schen Sammlung restaurieren. Damit steht nun nach langer Zeit diese Sammlung wieder zur Bearbeitung bereit. Im 18. und 19. Jahrhundert handelte es sich um eine der größten Insektensammlungen, die Material aus den Händen von Maria Sibylla Merian enthält. Auch wurden zahlreiche Exemplare von E.J.Ch. Esper erstmalig für die Wissenschaft beschrieben. In den kommenden Jahren gilt es nun Mittel zu erwirtschaften, die eine wissenschaftliche Erfassung ermöglichen sollen. Insbesondere die erstbeschriebenen Exemplare müssen katalogisiert werden. Dazu benötigen wir aber einen Systematiker für die Schmetterlinge.
Es sei noch angemerkt, dass natürlich auch die Arbeiten der aktuell siebzehn anderen ehrenamtlichen Mitarbeiter der Abteilung hoch geschätzt werden. Ihnen und Frau Müller danken wir herzlich für diesen unschätzbare Einsatz.
Personalstand
Seit Mai 2007 gibt es wieder ein wissenschafliches Volontariat in der Naturhistorischen Landessammlung. Frau Inga Roedenbeck wurde mit dieser Aufgabe betraut. Die ganze Abteilung freut sich auf die Zusammenarbeit. Gleich in den ersten Wochen gilt es sich maßgelblich an Anträgen und Konzepten für die neue Dauerausstellung zu beteiligen. Frau Roedenbeck hat zuletzt an ihrer Dorktorarbeit an der Universität Gießen gearbeitet. Mehr dazu auf folgender Internetseite.
"Forschen & Experimentieren im Museum"
Warum ist die Zunge der Schlange gespalten?
Warum wiegen wir auf dem Mond weniger als auf der Erde?
Wie werden hohe und tiefe Töne beim Hineinblasen in eine Flasche erzeugt?
Diesen und vielen anderen Fragen können Kinder ab Mai 2007 auch im Museum Wiesbaden auf den Grund gehen. Zusammen mit der Dipl.-Biol. Janina Daufenbach lernen Kinder hier spielerisch und altersgerecht die Welt von Wissenschaft & Technik kennen. Sie erarbeiten sich anhand von verblüffenden Experimenten Naturgesetze und erfahren auf diese Weise, wie ihre Umwelt in Biologie, Physik, Chemie und Mathematik funktioniert...
Sonderausstellung "Mathematik zum Anfassen" (15.04.2007 bis 06.05.2007)
Das Gießener Mathematikum war zu Gast in Wiesbaden. Viele Objekte, Mitmachstationen und Rätselecken luden dazu ein, Mathematik einmal anders zu erleben: Ohne Formeln und Symbole, aber mit viel Spaß am Ausprobieren, Experimentieren, Basteln und Knobeln. Die Ausstellung fand im Rahmen der Initiative Tekno-Now der Hessischen Landesregierung statt und wurde zusammen mit der Hesssichen Landesbilbiothek Wiesbaden ausgerichtet. Über 5.000 Besucher konnten in diesen drei Wochen begrüßt werden.
Personalstand
Zum 1. November 2006 hat der zweite Wissenschaftler der Naturhistorischen Sammlung, Dr. Michael Apel, das Museum Wiesbaden verlassen. Er übernimmt das Museum Mensch und Natur in München. Wir danken für die erfolgreiche und kollegiale Zusammenarbeit und wünschen ihm viel Erfolg für seine zukünftige Arbeit. Ebenso wie diese Wissenschaftlerstelle hofft die Abteilung dringend auch auf Wiederbesetzung der im Oktober verlorenen Anstellung des Präparators (siehe Mitarbeiter).
Sonderausstellung 2006/2007
Nach zweijäriger Pause ist es endlich wieder soweit. Die Naturhistorische Sammlung zeigt vom 26. November 2006 bis 1. April 2007 eine Sonderausstellung mit dem Titel "Menschen Amazoniens - das indianische Gesicht Brasiliens". Wir hoffen auf Ihr Interesse und wünschen uns nicht nur einen Besuch der Internetseite.
Gewinnung mineralischer Rohstoffe - Planung einer neuen Dauerausstellung
Die geologisch Sammlung des Museums Wiesbaden mit über 70.000 Einzelstücken verfügt unter anderem über eine bedeutende Sammlung mineralischer Rohstoffe aus dem Bereich des ehemaligen Herzogtums Nassau, das neben großen Teilen des heutigen Bundeslandes Hessen auch Gebiete in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen umfasste. Diese Sammlung ist ein einmaliges Dokument der Geologie sowie des Bergbaus und der Gewinnung mineralischer Rohstoffe in dieser Region, wobei vor allem die Stücke aus nassauischen Erzgruben eine Besonderheit darstellen.
Präsentiert werden soll der Ausstellungsbereich Bergbau und Bodenschätze im Kontext einer mineralogisch-petrographischen Ausstellung in historischen Vitrinen der 1920er Jahre, die nach der Sanierung im Tiefparterre des Museums aufgebaut werden soll. Im Zentrum steht dabei die Bedeutung der Rohstoffgewinnung für die Wirtschaft der Region bis in unsere heutige Zeit. Daneben bleibt eine nach der Systematik von Brauns aufgestellte historische Mineraliensammlung erhalten. Zusätzlich werden möglicherweise Teile der historisch bedeutsamen Vergleichssammlung des ehemaligen Landesgeologen Carl Koch gezeigt. Für das Thema Bergbau/Bodenschätze stehen etwa sieben bis acht große Ausstellungsvitrinen zur Verfügung, die nach dem neusten Stand der Technik umgebaut werden sollen.
Für die Erarbeitung eines Konzeptes und die Umsetzung in der Dauerausstellung hat die Naturhistorische Sammlung eine größere Summe von folgenden Institutionen erhalten:
- Industrieverband Steine und Erden e. V. Neustadt/Weinstraße, Fachabteilung Kies und Sand Hessen - Rheinland-Pfalz
- Arbeitgeberverband Steine & Erden Hessen & Thüringen e.V.
- Natursteinindustrie Hessen & Thüringen e.V.
- Verband Baustoffe und Dienstleistungen e.V.
Nr. 1 wird von Herrn Heinrich Klotz (Neustadt/Ws) und Nr. 2 bis 4 von Herrn Axel Diedenhofen (Wiesbaden) vertreten. Inzwischen hat Frau Dipl.-Ing. Geowiss. Vera Mügge mit der Erarbeitung eines Konzepts begonnen. Wir danken den Geldgebern und Förderern, wie Herrn Prof. Dr. Thomas Kirnbauer (Bochum) für diese Unterstützung.
Das Modell einer Deutschen Wespe - weitere Arbeiten für die neue Dauerausstellung
Unser Präparator Minoru Aikawa hat in den letzten Wochen Abgußformen für das Modell einer Deutschen Wespe (Vespula germanica) erarbeitet. Das erste Tier in 50facher Vergrößerung ist nun abgegossen und koloriert. Auf einen Stachel wurde verzichtet, damit Besucher sich völlig entspannt diesen Hautflügler ansehen können.
Das Modell soll im zukünftigen Ausstellungsteil über "Farbe" präsentiet werden. In diesem Fall wird auf Farbe und Farbkomplexe zur Warnung eingegangen. Selbst der Mensch nutzt solche starken Kontraste von hell leuchtenden Farben im Wechsel mit Schwarz für Hinweise und Warnungen. Ein anderes Modell hat Herr Aikawa schon zur Nordamerika-Ausstellung entwickelt: Der Kartoffelkäfer - zwar nicht sonderlich gut schmeckend, aber i.A. ungiftig und harmlos, streift er seinen Körper zur Warnung, als hätte er auch einen Stachel.
PS: Ein Freilandversuch zur Reaktion von "echten" Wespen auf die "große Schwester" während des Anflugs auf unseren Pflaumenkuchen steht noch aus.
Dauerleihgabe eines Bergkristalls aus Madagaskar
Von Herrn Wolfgang Michel (Frankfurt/M.) hat die Naturhistorische Landessammlung in diesem Jahr eine spektakuläre Dauerleihgabe erhalten. Der Bergkristall stammt aus Madagaskar und besonderes Kennzeichen ist neben der imposanten Größe der Umstand, daß das Stück noch unpoliert ist. Somit kann man sich einen Eindruck von der originalen Fundsituation machen. Der Kristall wird zukünftig in der neu geplanten Dauerausstellung präsentiert werden.
Solch große Bergkristalle sind in einigen Regionen der Welt gar nicht so selten. Die hohen Kosten entstehen vor allem durch einen sachgemäßen Transport. In diesem Fall mußte das Stück über 45 Kilometer hinweg auf Teppichen durch bergiges Regenwaldgebiet zur nächsten Straße getragen werden.
Der Mineralienhändler Helmut Feichter aus Mainz versprach uns eine umfangreiche Dokumentation, die die Ausstellungspräsentation begleiten soll.
Vorübergehende Schließung
Wegen Sanierungsarbeiten ist die Naturhistorische Landessammlung leider vorübergehend geschlossen. Dennoch versuchen wir Ihnen Teile der Sammlungen zu präsentieren. Bitte vereinbaren Sie einen Termin (s. Kontakt). Insbesondere Gruppen werden kostenfrei geführt.
In den letzten Monaten entstand im Nordhof unter dem ehemaligen Giraffensaal ein neues Zentralmagazin für die Naturhistorische Landessammlung, das 2005 bezogen werden kann. Dann beginnen auch die umfangreichen Sanierungsarbeiten des Daches. Parallel werden Arbeiten in den Ausstellungsräumen stattfinden.
Die Mitarbeiter der MWNH haben daher die Hauptaufgabe den Sammlungsschutz zu gewährleisten und entsprechende Verlagerungen der Sammlungen zu koordinieren und auszuführen. Daneben werden die Arbeiten am Konzept der neuen Dauerausstellung vorangetrieben.
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